Was ist die DPSG?

DPSG steht für Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg. Die DPSG ist ein koedukativer katholischer demokratischer Pfadfinderverband. Die Religion/Konfession spielt aber keine Rolle für die Mitgliedschaft. Es soll auch niemand zum katholischen Christentum missioniert werden. Wichtig sind christliche Werte und Sozialethik. Die DPSG ist parteipolitisch ungebunden und legt auf diese Unabhängigkeit großen Wert.

Die DPSG bildet zusammen mit dem evangelischen Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und dem interkonfessionellen Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) den Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP), der von der World Organization of the Scout Movement (WOSM) mit Sitz in Genf als nationales Mitglied anerkannt ist.

Über den Ring deutscher Pfadfinder ist die DPSG im Deutschen Bundesjugendring vertreten.
 Gemeinsam mit anderen Jugendverbänden bildet die DPSG den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Struktur

Es gibt vier verschiedene Altersstufen:

  • Wölflinge sind Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren.
  • Jungpfadfinder sind Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren.
  • Pfadfinder sind Kinder im Alter von 14 bis 16 Jahren.
  • Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren sind Rover

Die Kinder und Jugendlichen bilden mit Gleichaltrigen eine Gruppe mit bis zu 10 Mitgliedern. Diese Gruppe wird von 1 bis 2 Leitern betreut, wovon einer mindestens 18 Jahre alt sein muss.
 Mehrere Gruppen dieser vier Altersstufen bilden einen Stamm, z.B. den Stamm Bassenheim. Alle Stämme einer Region schließen sich zu einem Bezirk zusammen, z.B. dem Bezirk Koblenz. Mehrere Bezirke bilden einen Diözesanverband, z.B. den Diözesanverband Trier. Alle 25 Diözesanverbände bilden zusammen den Bundesverband, also die DPSG.
Mitgliederstand

Geschichte

Die DPSG wurde am 7. Oktober 1929 gegründet. 1938 wurde sie vom nationalsozialistischen Regime zwangsweise aufgelöst. Jede weitere Arbeit war verboten und wurde in den Untergrund gedrängt.

Der Wiederaufbau der DPSG nach 1945 griff zunächst auf Methoden der Zeit vor 1938 zurück und fing mit der Neugründung örtlicher Gruppen an der Basis an. Ab 1956 wurde das Bundeszentrum in Westernohe im Westerwald gegründet. Gegen Ende der 50er Jahre überarbeitete die DPSG ihre Grundlagen. Die pädagogische Diskussion der 60er Jahre mündete in der Überarbeitung der Ordnung des Verbandes, die 1971 ihren Abschluss fand (seither können auch Mädchen und Frauen Mitglied der DPSG werden).
Ziele


Die DPSG will: 


ihre Mitglieder in einer kritischen Weltsicht erziehen und einen Freiraum für den Entwurf neuer Ideen schaffen.
dass die Mitglieder durch gemeinsame Erlebnisse und deren Reflexion zunehmend Sicherheit im persönlichen Handeln gewinnen.
dass die Mitglieder durch eine Erziehung in zunehmender Selbstbestimmung befähigt werden, kreative Menschen mit offenen Augen und aufrechtem Gang zu sein, mit einem Gespür für die notwendige Initiative und Verantwortlichkeit für sich, gegenüber dem Nächsten und der Gesellschaft.
in der Öffentlichkeit für die weltweiten Rechte und Belange von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eintreten.

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